Grüß' Euch!
Ich möchte meine Erfahrungen mit Euch teilen:
Ich tanke meinen i20N mit 98 oder V100, je nachdem, wo ich gerade vorbeikomme, wenn's knapp wird.. Aral gibt's bei uns in Österreich nicht. Wenn ich in Deutschland bin, dann nehme ich dieses mit Vorliebe.
Mein nunmehr 'Winterauto' ist ein Astra OPC. Im Handbuch ist vermerkt, daß der mit 94 bis 104 Oktan betrieben werden kann. Die Elektronik paßt erforderliche Parameter an. Bei Verwendung von niedrigoktanigem Treibstoff soll man den Motor nicht fordern. Ich war einmal in der misslichen Lage, daß ich nur 95 oktaniges 'Klingelwasser' bekommen hatte. Ich dachte, "na gut, dann nehm ich nur 10 Liter, damit komm' ich sicher zu einer Tankstelle, die passendes hat." Da noch rund 5 Liter drinn waren, sollten so 96 Oktan zur Verfügung sein. Schon bei geringer Belastung hat der Motor nur herumgewürgt. Passagen bergauf waren eine Qual. Trotzdem hat der gesoffen, wie ein Panzer.
Umgekehrt: Wenn ich von Deutschland zurückkam mit Aral 102 im Tank, dann wunderte ich mich an den folgenden Tagen auf den üblichen Strecken, die ich so fahre, warum der so gut geht. Aber schon bald ist mir dann eingefallen, daß da bessere Qualität im Tank ist. Der Verbrauch war minimalst geringer.
Mein i20N hat bisher noch nie so minderwertiges Benzin bekommen, aber ich denke, der wird auch so reagieren.
Mir ist aufgefallen daß er beim V100 deutlich öfter ein Drehmoment von 310 Nm und Spitzen von 220 PS anzeigt werden, als mit 98er (ich seh's auf den Videoaufzeichnungen, die ich immer mache). Aber diese Daten sollen ja nicht sehr genau sein.
Zum Thema Öl, das hier angerissen wurde, hab' ich die Erfahrung gemacht, daß das Shell 0W-20 besser ist, als das Castrol 0W-30, das ich das letzte Mal beim Service eingefüllt bekommen hatte. Bei der Heimfahrt von der Werkstatt über bergige, kurvige Straßen hatte ich sofort bemerkt, daß der Motor nach der überraschend kurzen Aufwärmphase nicht drehen wollte. Zu Hause hat sich mein erster Verdacht bestätigt, daß da zuviel eingefüllt wurde. Hab's am nächsten Tag abgesaugt, aber er ist trotzdem nicht gegangen wie davor. Die Videoaufzeichnungen haben mein Gefühl bestätigt.
Die Öltemperatur war ständig höher, als gewohnt (Video) und Abkühlen nach scharfer Fahrt hat nur zäh funktioniert. Im Leerlauf abkühlen, wie das Handbuch nach Bergfahrten empfiehlt, hat nicht wirklich funktioniert. Die Temperatur war um 5 Grad höher, als sonst. Der Motor klang angestrengt. Einzig Positives war, daß die Warmlaufphase kürzer war. Ein Freund hat gesagt, "laß das Castrol so schnell wie möglich raus, das ist ein Dreck. Castrol war einmal gut". Ich hab' dann selbst auf das Shell gewechselt und der Motor hat sich darauf geschmeidiger angefühlt und angehört, wobei ich halt vom 0W-30 auf Shell 0W-20 gewechselt habe. Auf den Benzinverbrauch hab' ich nicht geachtet.